Schlummertaste ausschalten: einzeln oder für alle Wecker auf einmal

Irgendwann ist die Entscheidung gefallen: Die Taste soll weg. Nicht kleiner, nicht seltener, sondern weg. Wer dann nach dem Schalter sucht, landet allerdings nicht bei einer Antwort, sondern bei einem Dutzend Anleitungen, die alle bei einem anderen Gerät anfangen und sich gegenseitig abschreiben.
Entscheidend ist dabei etwas anderes als die Marke deines Handys: ob der Schalter an einem einzelnen Wecker sitzt oder über allen liegt. Davon hängt ab, ob du in zwei Minuten fertig bist oder ob dich das Thema in vier Wochen wieder einholt.
Diese Seite bleibt bei dieser einen Sache, dem Ausschalten. Was die Taste überhaupt tut und woher ihr Ruf kommt, steht auf einer eigenen Seite: ein Aufschub, kein Ausschalter. Ob das Schlummern deinem Morgen schadet, ist ebenfalls anderswo beantwortet, mit der Studienlage Punkt für Punkt: schädlich oder harmlos. Und wenn dir eine Taste weniger nicht reicht, weil die Gewohnheit selbst dran ist, führt dieser Weg weiter: aufhören, die Schlummertaste zu drücken.
Zwei Stellen, an denen so ein Schalter sitzen kann
Einstellungen wie diese sitzen an zwei Stellen. Einmal am Wecker selbst, dort, wo auch Uhrzeit und Wochentage stehen, und einmal als Standard, der für die Wecker gilt, die du erst noch anlegst. Beim Schlummern liegt genau hier der Unterschied zwischen zwei Minuten Arbeit und einer Aufgabe, die nie ganz fertig wird.
Ohne die zweite Stelle machst du die Sache Wecker für Wecker. Drei gestellte Wecker heißen dreimal derselbe Handgriff, und der vierte, den du nächste Woche für einen frühen Termin stellst, fängt wieder bei null an. Mit der zweiten Stelle reicht ein Handgriff, und jeder neue Wecker kommt schon so auf die Welt.
Was die eingebaute Uhr von dir verlangt
Die Anleitungen zu dieser Frage sind sich in einem Punkt einig, und es ist der unangenehme: Bei der eingebauten Uhr-App sitzt der Schalter am einzelnen Wecker. Einen Hebel, der das Schlummern auf einen Schlag für alle Wecker abstellt, beschreibt keine von ihnen.
Den genauen Weg dorthin drucken wir hier nicht ab, und dafür gibt es einen Grund. Solche Menüs ändern sich mit jeder größeren Systemversion, die Anleitungen im Netz schreiben ihren Wortlaut voneinander ab, und nachgeprüft haben wir ihn auf keinem Gerät. Was du stattdessen suchst, ist eine Zeile im geöffneten Wecker, in der Nachbarschaft von Ton und Wiederholung, mit dem Wort Schlummern darin.
Diese Bauart hat eine Folge, die in keiner der Anleitungen steht. Erledigt ist die Sache damit für die Wecker, die es heute gibt. Der Wecker, den du im Dezember für einen frühen Zug stellst, bringt das Schlummern unbemerkt wieder mit.
Beide Stellen in einer App
Wake Boom hat beide Stellen, und deshalb endet die Arbeit hier nach einem Durchgang. Im Wecker-Editor steht die Zeile „Schlummern“ unter Mission und Ton. Tippst du sie an, öffnet sich die Auswahl, und dort stehen vier Grenzen nebeneinander: „Aus“, „Einmal“, „Zweimal“ und eine vierte, die keine ist.
„Aus“ ist dort wörtlich gemeint: kein Schlummern, kein zweiter Anlauf. Der Wecker bekommt keine Verlängerung mehr, und was danach passiert, entscheidet sich an der Mission und nicht an einer Taste.
Die zweite Stelle liegt in den Einstellungen. Unter „STANDARD“ steht dieselbe Zeile noch einmal, diesmal ohne einen bestimmten Wecker davor, und die App schreibt gleich dazu, dass das für neue Wecker gilt. Für die Zukunft ist die Sache damit erledigt: Jeder Wecker, den du ab diesem Moment anlegst, fängt ohne Schlummern an.
Rückwirkend gilt der Standard nicht. Deine bestehenden Wecker behalten, was in ihnen steht. Wer heute drei davon im Betrieb hat, geht sie also einmal einzeln durch und danach nie wieder. Diesen Vorsprung hat die Uhr nicht, die nur die erste Stelle kennt.
Aus oder nur begrenzt
Zwischen „Aus“ und dem anderen Ende liegen zwei Zwischenstufen, und für manchen Morgen ist eine davon die ehrlichere Wahl. „Einmal“ lässt genau einen Aufschub zu, „Zweimal“ genau zwei, und danach bleibt nur noch der Weg, den auch „Aus“ übrig lässt. Wer sich das Schlummern nicht ganz nehmen will, nimmt also nicht den Schalter, sondern die Grenze.
Neben der Grenze steht die Länge einer einzelnen Pause, in Minuten und in derselben Auswahl. „Einmal“ mit einer kurzen Pause ist die kleinste Änderung, die überhaupt etwas bewirkt, und sie kostet dich morgen früh keine Diskussion.
Was mit dem Ausschalten nicht verschwindet
Weg ist damit eine Taste, nicht der Morgen. Übrig bleibt die zweite Fläche, das Stoppen, und die trifft deine Hand ohnehin zuverlässiger. Wer bisher geschlummert hat, stoppt danach oft einfach, und geändert hat sich dann nur, dass kein zweites Klingeln mehr kommt.
Gegen den Schalter spricht das nicht, wohl aber dagegen, ihn für die ganze Lösung zu halten. Strenger wird es erst dort, wo auch das Stoppen eine Bedingung hat, und dafür haben wir eine eigene Seite: Wecker-Apps, die man nicht ausschalten kann.
Der Morgen danach
Unspektakulär wird dieser Morgen, und das ist das Ergebnis. Statt zweier Flächen bleibt eine, und die bringt den Wecker nicht zurück. Damit fällt eine Entscheidung weg, und zwar zu einer Uhrzeit, zu der du ohnehin keine gute triffst.
Mehr leistet ein Schalter nicht, und mehr verspricht diese Seite auch nicht. Ein Morgen, der danach immer noch schwer ist, hat einen anderen Grund als diese Taste, und dem gehen die Seiten nach, die oben verlinkt sind.

